Die Costa Brava nimmt den Küstenbereich von drei Verwaltungsbezirken der Provinz Girona ein: Selva, Baix Empordà und Alt Empordà. Im Verwaltungsbezirk Selva erstreckt sie sich von Blanes bis nach Tossa, im Baix Empordà reicht sie bis zum Cap Salines in L’Estartit und im Alt Empordà, ihrem längsten Abschnitt, zieht sie sich von L’Estartit bis hinauf an die französische Grenze, wobei diese politische Scheidelinie jedoch in keiner Weise der geografischen Realität gerecht wird.
Für die örtliche Bevölkerung und zum Teil auch noch für Bewohner der etwas weiter landeinwärts gelegenen Nachbargemeinden waren viele Strandabschnitte der katalanischen Küste bis in die Jahre nach dem ersten Weltkrieg hinein begehrte sonntägliche Ausflugsziele. Aber in einer Zeit, in der der internationale Tourismus bereits die Côte d’Azur entdeckt hatte, war die Costa Brava im Grunde genommen immer noch die schöne Unbekannte.
Jahre nach dem spanischen Bürgerkrieg boten sich im Zuge einer gewissen Normalisierung des Landes und einer allmählichen Überwindung der weltweiten Isolierung Spaniens neue Möglichkeiten für den Fremdenverkehr. Baden und Sonnenbaden wurden immer populärer, und die in jenen Jahren bereits an der Côte d’Azur zu beobachtende Massifizierung verhalf der Costa Brava schließlich durch die Aufnahme eines Teils der früher an der französischen Mittelmeerküste weilenden Urlauber zu einer beachtlichen touristischen Bedeutung.